Diabetes mellitus
1. Anatomie & Physiologie
- Das Hormonsystem: Funktionsweise von Drüsen und Hormonen.
- Der Pankreas (Bauchspeicheldrüse): Aufbau und die Rolle der Langerhans-Inseln.
- Blutzuckerregulation: Die Gegenspieler Insulin (senkt BZ) und Glukagon (hebt BZ).
- Glukosestoffwechsel: Wie der Körper Kohlenhydrate in Energie umwandelt.
2. Krankheitslehre (Pathologie)
- Diabetes Typ 1: Absoluter Insulinmangel (Autoimmunerkrankung).
- Diabetes Typ 2: Relativer Insulinmangel (Insulinresistenz, oft lebensstilbedingt).
- Schwangerschaftsdiabetes: Ursachen und Risiken für Mutter und Kind.
- Symptome: Polyurie (häufiges Wasserlassen), Polydipsie (starker Durst), Gewichtsverlust und Müdigkeit.
3. Komplikationen & Notfälle
- Hypoglykämie (Unterzuckerung): Ursachen (z. B. zu viel Insulin, zu wenig Essen), Symptome (Zittern, Schwitzen, Verwirrung) und Sofortmassnahmen (Traubenzucker).
- Hyperglykämie (Überzuckerung): Symptome und Gefahr des diabetischen Komas (Ketoazidose).
- Spätfolgen: Mikro- und makrovaskuläre Schäden (z. B. Diabetische Retinopathie, Nephropathie, Neuropathie und pAVK).
4. Pflegeinterventionen & Medizinaltechnik
Ernährung: Beratung zu Kohlenhydraten, Ballaststoffen und dem Einfluss von Bewegung auf den Blutzuckerspiegel.
Blutzuckermessung: Korrekte Durchführung der kapillaren Blutentnahme.
Insulintherapie: Verschiedene Insulinarten (Basis-, Bolus-, Mischinsulin) und die korrekte Injektionstechnik (subkutan).
Haut- und Fusspflege: Bedeutung der täglichen Inspektion zur Vermeidung des Diabetischen Fuss-Syndroms.

D.3 im Kontext von Diabetes mellitus
In der Praxis bedeutet D.3 bei Diabetes-Klienten vor allem den sicheren Umgang mit Insulin und oralen Antidiabetika.
- Richten von Insulin:
- Unterscheidung der Insulinarten (Kurzwirksam, Langwirksam, Mischinsulin).
- Kontrolle der Haltbarkeit (Insulin ist nach Anbruch meist nur 4–6 Wochen bei Raumtemperatur haltbar).
- Verabreichung (Injektionstechnik):
- Durchführung der subkutanen Injektion (s.c.).
- Wahl und Wechsel der Einstichstellen (Spritzschema), um Lipodystrophien (Gewebeveränderungen) zu vermeiden.
- Umgang mit dem Insulin-Pen (Sicherheitscheck/Entlüften vor der Injektion).
- Überwachung der Wirkung:
- Wann wirkt das Insulin? (Spritz-Ess-Abstand beachten).
- Beobachtung auf Anzeichen einer Hypoglykämie (Zittern, kalter Schweiss) nach der Gabe.
Ergänzung: Handlungskompetenz D.1 (Blutzucker)
Wichtig für dein Verständnis am ZAG: Die Blutzuckermessung selbst gehört streng genommen zur Handlungskompetenz D.1 (Kapillare Blutentnahme). In der Prüfung oder im Alltag gehen D.1 und D.3 aber Hand in Hand:
Insulin gemäss Verordnung richten und spritzen (D.3).
BZ messen (D.1).
Wert interpretieren.